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Hallo,
erst mal ganz ruhig bleiben. Dieser „Anwalt“ ist dafür bekannt, massenweise Abmahnungen im Auftrag eines „Wang Yu“ zu senden. Ein Kunde von uns hat ebenfalls eine Abmahnung erhalten. Ich bin allerdings kein Rechtsanwalt, würde aber an deiner Stelle gar nichts unternehmen und schon gar keine Zahlung leisten.
Das Problem mit den Google Fonts haben wir dann innerhalb von Minuten gelöst.
Natürlich solltest du dafür sorgen, dass die Google Fonts nicht mehr geladen werden.
Das kannst du in der Regel relativ einfach mit dem sehr leichtgewichtigen Plugin Local Google Fonts erreichen. Eine lokale Einbindung ist allerdings auch ohne Plugin möglich.
Eine weitergehende Beschreibung findest du in dem folgenden Beitrag.
Wenn du dann noch die URL oben einträgst, dann können wir uns das auch ansehen und dir sicher besser helfen.
Du findest unter Werkzeuge > Websitezustand > Info einen Bericht zur Website. Warte bitte einen Moment bis die Ladeanzeige ganz oben abgeschlossen ist und kopiere dann per Button den Website-Bericht in deine Zwischenablage. Über den Button „Bericht in die Zwischenablage kopieren“ kannst du den Bericht unverändert (bitte mit den Akzentzeichen am Anfang und Ende) einfügen und anschließend hier posten. Evtl. ergeben sich dann weitere Anhaltspunkte, ob und wo das Problem liegt.
Lies bitte auch noch mal: Bevor du ein neues Thema (Thread) erstellst.
Weitere Informationen findest du auch in diesem Beitrag.
Viele Grüße
Hans-Gerd
Das Thema wurde aber schon öfters diskutiert und diese Abmahnungen scheinen fragwürdig zu sein. Wir können dir hier aber keine rechtsverbindlichen Ratschläge geben. Bitte wende dich bei juristischen Fragen an einen Anwalt.
Richtig ist, dass WordPress selbst mit Standard-Themes Webfonts von Google eingebunden und damit gegen die DSGVO verstoßen hat. Du bekommst WordPress kostenlos zur Verfügung gestellt. Ob die Anwendung den rechtlichen Vorgaben entspricht, musst du dann selber prüfen. Das ist sicher unbefriedigend und wurde auch schon im Rahmen eines Bug-Ticket diskutiert, hilft aber im Moment wenig.
Um die Website von Google-Webfonts auf selbst gehostete Fonts umzustellen und damit den Vorgaben der DSGVO zu entsprechen, kannst du mit einer Funktion in einem Child-Theme die Einbindung aufheben und selbst auf den Server hochgeladene Fonts einbinden. Das ist allerdings vielen Anwendern zu kompliziert. Eine einfachere Lösung ist z.B. die Verwendung des Plugins Local Google Fonts. Etwas mehr Informationen zum Thema findest du im Beitrag DSGVO: Google Fonts rechtssicher verwenden
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Nachtrag: Hans-Gerd war schneller. ¯\_(ツ)_/¯
Die Website ist erstmal offline. Die ist sowieso nicht so wichtig da sie nur unveränderbare Informationen enthält und dort nichts wichtiges ist was nicht warten kann.
Ich bin auch davon überzeugt, dass es Betrug ist. Doch wie kann eine Verlinkung zu google.fonts die ja bei Google liegen eine Abmahnung nach sich ziehen? Bzw. – wenn die ein Betrug ist – wie kommt man dazu zu behaupten seine IP wäre im Spiel wenn die IP eindeutig zu Google gehört?
@fortysix
Siehe z.B. https://www.heise.de/news/DSGVO-Abmahnwelle-wegen-Google-Fonts-7206364.html
Der Absatz „Gerichtsurteil aus München“ erklärt, warum google Fonts problematisch sind.
Die Website ist erstmal offline.
Ich hätte als schnellste und einfachste Erste Hilfe das Plugin „Disable and Remove Google Fonts“ empfohlen. Installieren, Aktivieren, fertig. Die Verbindung zu Google Font ist damit Geschichte, egal ob WP, ein Theme oder ein Plugin dafür verantwortlich ist.
Dann kannst noch immer überlegen, ob du einfach per CSS eine Standard Schriftart bestimmst oder GF lokal einbindest.
Betrug
Jein. Das zitierte Urteil ist nun mal gültig und es gibt halt jeden die Gelegenheit, das abzumahnen. Auch wenn der sich so dämlich anstellt wie ein österreichischer „Datenschutzanwalt“ und seine Mandantin, der somit selbst unter Betrugsverdacht kam.
Und warum baut WP, viele Theme- und Plugin-Hersteller das ein?
Denke mal, weil die meisten nicht aus einem rechtlich so zugepflasterten Erdteil stammen wie wir. In der EU wird an einem „DSGVO Internet“ gebaut, vermutete mal Dr. Schwenke.
Egal. Wie Hans schrieb: „Das Problem mit den Google Fonts haben wir dann innerhalb von Minuten gelöst“ Tipps dazu hast du ja nun ein paar.
Stark vereinfacht erklärt:
Wenn du morgens bei Google nach was-auch-immer suchst und dabei als registrierter Benutzer angemeldet bist, kennt Google deine IP-Adresse. Wenn du nun im Laufe des Tages mit derselben IP-Adresse irgendwelche Webseiten aufrufst, die von Google irgendwelche schicken Fonts laden, kann Google diese Webseiten deinem Profil zuordnen und so deine Interessen tracken. Abends bekommst du dann entsprechende Werbung und siehst bei Youtube Filme, die zu deinen (vermeintlichen) Interessen passen. Genau das möchte die DSGVO verhindern.
Ein „begründetes Interesse“ (mit dem eine Ausnahme für die DSGVO begründet werden könnte) lässt sich nicht ableiten, weil du die Webfonts genauso gut selber hosten kannst. Der Gesetzgeber geht dabei davon aus, dass du dich als Betreiber einer Website soweit über die technisch notwendigen Schritte informierst, dass du Fonts selber hosten kannst.
WordPress wird weltweit eingesetzt und die Core-Entwickler sehen sich nicht dafür verantwortlich, dass du lokale gesetzliche Vorgaben einhältst. Das ist alleine deine Aufgabe (oder die deines Webentwicklers, wenn du die Webseiten von jemand erstellen lässt).
Ob jemand, der deine Website besucht und dessen IP-Adresse weitergegeben wurde, daraus tatsächlich einen Schaden ableiten kann den er ersetzt haben möchte, müssen wir Juristen überlassen.
