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Das ist wieder so eine Frage, bei der zur Beantwortung mehrere Details fehlen. 😛
Vor allem: Sind die Websites alle auf einem Server?
Kannst du per SSH auf den Server zugreifen?
Wie fit bist du im Programmieren von Shell-Skripten?
Da du alle Websites immer auf dem neuesten Stand halten solltest, empfiehlt sich, automatische Aktualisierungen von WordPress-Core, Themes und Plugins zu aktivieren. Das läuft eigentlich ganz ordentlich, uneigentlich kann es aber passieren, dass eine Website nach einem Update komplett abstürzt. Für solche Fälle ist ein Monitoring z.B. über den von Hans-Gerd genannten Dienstleister oder eine Installation von PHP Server Monitor auf einem anderen Server hilfreich, weil du sofort informiert wirst, wenn eine Website für mehr als eine Viertelstunde ausfällt.
Das Backup einer WordPress-Website besteht immer aus zwei Teilen:
- Der Sicherung der MySQL-Datenbank und
- der Sicherung der Dateien, etwas genauer gesagt der
wp-config.php,.htaccess, einer Liste der verwendeten Themes und Plugins und allen Dateien inwp-content/uploads. (WordPress-Core, Themes und Plugins kannst du jederzeit wieder herunterladen und musst sie deshalb nicht auch noch sichern. Speicherplatz ist teuer.)
Sehr bequem geht ein Backup der Datenbank mit dem WordPress-Kommandozeilentool WP-CLI und zum Kopieren der Dateien kannst du (SSH-Zugriff vorausgesetzt) ein paar Linux-Befehle (cp, rsync) in einem eigenen Skript nutzen (deshalb meine Frage, ob dir sowas leicht fällt).
Wenn du keinen SSH-Zugriff hast und nicht programmieren kannst oder willst, ist das Backup-Plugin UpdraftPlus WP Backup eine gute Alternative. Die kostenpflichtige Version (Mehrfachlizenzen sind umgerechnet günstiger) macht sogar automatisch Backups, sobald Aktualisierungen von Core, Themes oder Plugins anstehen. Zusätzlich kannst du natürlich feste Intervalle vorgeben, zu denen Backups erstellt werden. (Hier hat sich bewährt, den Pseudo-Cron von WordPress abzuschalten und auf einen eigenen Cronjob einzurichten, damit die Backups zur richtigen Zeit ausgeführt werden.)
Aus Sicherheitsgründen solltest du Backups nicht nur auf dem Server ablegen, auf dem auch die WordPress-Websites liegen. Besser ist es, einen günstigen Cloud-Anbieter zu suchen und die Backups dann auf dessen Servern abzulegen. UpdraftPlus bietet da in der kostenpflichtigen Version noch mehr Integration solcher Anbieter.
Backups taugen nur etwas, wenn du sie wiederherstellen kannst. Sobald du automatische Backups eingerichtet und die ersten Sicherungen erstellt hast, solltest du auch prüfen, ob du die Sicherung auf einem Testserver wiederherstellen kannst. Klappt das nicht, war der ganze Aufwand vergebens und du solltest überlegen, woran es gelegen hat.
Sind die Websites auf mehrere Webhoster verteilt („mein Kunde will aber unbedingt bei XY bleiben …“) kannst du Dienste wie ManageWP nutzen. Hier musst du allerdings abwägen, ob sich der finanzielle Aufwand lohnt. Da du bei einem Wartungsvertrag persönlich in der Haftung bist und auch deinen guten Ruf nicht verlieren möchtest, sollten die Einnahmen die Ausgaben deutlich übersteigen.
Webhoster legen meistens eigene Backups an, aber meine Erfahrung ist, dass Fehler passieren und ein eigenes Backup in solchen Fällen Zeit sparen und Nerven schonen kann, vor allem wenn ich nicht erst mit einem Support-Mitarbeiter des Webhosters sprechen muss.
Manche Webhoster stellen Backups nur gegen Gebühren wieder her, bei manchen muss ich vor Änderungen einen Snapshot anlegen, um auf die Sicherung zurückgreifen zu können … Ein eigenes Datenbankbackup wieder herzustellen geht in der Regel schneller.
Das war jetzt etwas ausführlicher und geht über reinen Anwendungssupport schon hinaus. Sei bitte so nett und markier den Thread als „gelöst“, wenn auch diese Frage ausreichend beantwortet wurde.
