ERR_TOO_MANY_REDIRECTS – Fehler auf einer Seite

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WordPress speichert die Inhalte deiner Beiträge und Seiten in der Datenbank, wobei jeder „post“ eine eigene Datenbank-ID erhält. Mit Aufruf der URL mit einem GET-Parameter wird WordPress mitgeteilt, welcher post aus der Datenbank abgerufen werden soll, z.B. für einen post mit der Datenbank-ID 42.

Da sich Menschen Zahlen schlechter merken können, als aussagefähige Begriffe, gibt es die Möglichkeit, „Pretty Permalinks“ („sprechende Permalinks“) einzurichten. Hier wird anstelle eines GET-Parameters der Domain eine Bezeichnung („Slug“) angehängt, nach der WordPress in der Datenbank suchen soll. Zu einer URL wird die Datenbank-ID eines Beitrags mit dem Slug ueber-mich herausgesucht und dann die Webseite ausgegeben.

Eigenlich wäre ueber-mich aber ein Verzeichnisname und der Webserver würde eine Fehlermeldung ausgeben, da es ein Verzeichnis ueber-mich nicht gibt. Deshalb braucht es bei der Nutzung von Pretty Permalinks eine Weiterleitungsregeln, die auf Apache-Webservers in einer .htaccess angelegt wird. Teil dieser Weiterleitungsregeln sind die folgenden Zeilen:

RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]

Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet das:

  • Wird die index.php direkt aufgerufen, öffne diese Datei.
  • Wird ein Verzeichnispfad oder ein Dateiname aufgerufen und das Verzeichnis oder die Datei existiert nicht, öffne ebenfalls die index.php.

Das sorgt dafür, dass du bei Aufruf von die tatsächlich vorhandenen Datei readme.html (mit einer kurzen Begrüßung zu WordPress) angezeigt bekommst, ansonsten aber der Slug an WordPress übergeben wird, um den passenden post rauszusuchen und als Webseite auszugeben.

Änderst du unter Einstellungen die Permalinks z.B. auf Beitragsname, sollte WordPress eigenständig eine .htaccesseinrichten. Geht das nicht, weil z.B. die Dateiberechtigungen falsch gesetzt sind, wirst du darauf hingewiesen und aufgefordert, den notwendigen Code selber als .htaccess abzuspeichern.

Damit Pretty Permalinks funktionieren muss der Webserver das Modul mod_rewrite geladen haben. Es reicht nicht, dass das Modul vorhanden ist; es muss vom Systemadministrator mit a2enmod mod_rewrite aktiviert werden und der Webserver muss mit systemctl restart apache2 neu gestartet werden. Anderenfalls kommt es nur zu Fehlermeldungen „404 – File not found“, weil der Slug nur als fehlendes Verzeichnis interpretiert wird.

Die Aussage

… Und dann am Ende weiß alles sich nicht anders zu helfen, als mit
einem Redirect auf die dann immer noch nicht vorhandene page_id 66 zu verweisen.

stellt die Funktion von Permalinks auf den Kopf. Ich weiß nicht, was du damit bewirken möchtest.
Wenn es einen post mit der ID 66 gibt, sollte den Beitrag/die Seite anzeigen. (In WordPress werden alle Inhalte – Seiten und Beiträge – in der Datenbank-Tabelle wp_posts gespeichert und als „post“ bezeichnet. Für die Abfrage mit GET-Paramater ist es egal, ob es sich um eine Seite oder einen Beitrag handelt.)

Hast du Pretty Permalinks eingerichtet und der post mit der ID 66 hat z.B. einen Slug impressum, müsste der Beitrag/die Seite sowohl mit , als auch mit abrufbar sein.

Übrigens wird PHP 7.4 nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt und sollte deshalb nicht mehr genutzt werden. Der Server sollte auf die Nutzung von PHP 8.x umgestellt werden.

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